
Ein wenig Frankfurter Buchmessenflair für Augsburg und eine gute Gelegenheit, sich mit dem Werk dieses Autors vertraut zu machen war die gestrige Lesung im Reichle-Saal des Zeughauses, bei der sowohl das chinesische als auch das deutsche Publikum auf seine Kosten kam.
Denn natürlich wurde zuerst vom Autor selbst in der Originalsprache vorgetragen und dann in der Übersetzung von einem Schauspieler. Auch für die anschließende Diskussion mit dem Autor stand natürlich ein Dolmetscher zur Verfügung. Ausführlich, charmant und humorvoll stand “Der Wortlose”, wie der Künstlername Mo Yan in der Übersetzung lautet, Rede und Antwort. Auch warum er sich diesen für einen Wortgewaltigen wie ihn unpassend scheinenden Namen zulegte verriet er dabei. Eine hervorragende Einleitung, die nicht nur auf den gestern vorgestellten Roman “Die Sandelholzstrafe” einging und geschichtliche Hintergründe und Parallelen beleuchtete, sondern auch viel zum Gesamtwerk und seiner Rezeption sagte, rundete den interesannten Abend ab.
Weitere Veranstaltungen in der Reihe “China – Gesellschaft und Wirtschaft im Umbruch”, zu der auch die gestrige Veranstaltung zählte, sind:
Donnerstag, 12. November 2009
Ländliche Räume in China – unbeachtete Schmuddelkinder oder neue Hoffnung durch die Idee des “Neuen sozialistischen Dorfes?”
Referent: Klaus Spreng, TU München
Donnerstag, 21. Januar 2010
Chinesische Kunst und Literatur zwischen Zensur und Kommerz – Wahrnehmungen und Wirklichkeiten
Referentin: Dr. Irmy Schweiger, Universität Göttingen
Beide Veranstaltungen beginnen um 19.15 Uhr im Hörsaal 1012 der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg, Universitätsstraße 24, 86159 Augsburg.




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