Das Ding dieser Tage – der Rollogurt

rollo Wenn es heute passiert wäre, hätte ich gesagt: “Klar, Freitag, der 13!”, wie ich es vor einigen Jahren tat, als just am notorischen Unglücktstag plötzlich die Heizung ausfiel. Irgendein winziges Teil, von dessen Existenz ich vorher nichts gewusst hatte und dessen Namen ich nachher auch wieder vergaß, war schuld, dass wir drei Tage froren, bevor sie gerichtet war. Freitage sind für dererlei Pannen wirklich schlechte Tage, egal ob sie auch noch auf den 13. fallen oder nicht. Denn meist ist kein Handwerker mehr zu bekommen.

Doch diesmal passierte die ursprüngliche Panne gar nicht heute, sondern schon vorgestern.

Und der heutige Freitag, der 13., war zunächst eher ein angenehmer Tag, der endlich wieder Licht ins Dunkel brachte. Vorgestern früh war er plötzlich gerissen, der Rollogurt. Genauso plötzlich stellte sich die Frage: Wie funktioniert so ein Ding überhaupt? Kann man es selbst richten? Wenn der Rolladenkasten im Rauminneren gewesen wäre, vielleicht. Doch recht kompliziert klint das alles ohnehin. Doch die meinen sind zudem draußen an der Fassade. Wie man da nun bei geschlossenem Rollo rankommen sollte, konnte ich mir schon gar nicht vorstellen. Von außen mit der Leiter? Im recht hoch gelegenen ersten Stock? “Nein, das machen wir natürlich von innen, wie sollten wir das denn sonst beispielsweise im 13. (!) Stock machen?” war die Antwort der freundlichen Dame der Firma Kratzer Rolladen GmbH, die wir schließlich angerufen hatten. Bewundernd sah ich dann heute dem Monteur zu, wie er das Problem löste. Was ich nicht gewusst hatte: Das Rollo lässt sich an beliebiger Stelle in der Mitte auseinander klippsen und wieder einhängen. So rollte er die eine Hälfte nach oben in den Kasten und konnte diesen durch das geöffnete Fenster aufschrauben, um an den Gurtaufwicklungen zu arbeiten. In knapp einer halben Stunde war der gerissene Gurt ausgetauscht und es wurde endlich wieder Licht vor meinem Schreibtisch. Heute Abend jedoch schlug nun doch noch die Tücke des pannenträchtigen, auf den 13. fallenden Freitags zu. Beim Runterlassen wickelte sich der Gurt nicht richtig auf. Es blieb eine Schlaufe draußen und beim Versuch, ihn erneut hochzuziehen, funktionierte die untere Aufwicklung nicht. Ist dieser verflixte Freitag nun doch mal wieder ein Unglückstag?

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