
Gestern bin ich eingetaucht in diese Wunderwelt aus allgegenwärtigen Federn, Stallzäunen, Nestern, Eiern, stolzen Gockeln, und erbärmlichen gerupften Kreaturen unter emsig hackenden Küchenmessern, die Studenten der Augsburger Hochschul-Fakultät für Gestaltung unter der Leitung von Prof. Erich Gohl geschaffen haben. Da hängen nicht einfach Bilder an den Wänden. Nein, mit allen erdenklichen Mitteln wirst du in die Welt der Gefiederten reingezogen. Das Augenmerk liegt dabei nicht auf dem stolzen freien Vogel, sondern auf zum Vieh gewordenem Geflügel. Gitterdraht und rötliches Licht sind hilfreich dabei, mal in das Lebensgefühl einer Hühnerbatterie einzutauchen. Dann die andere Seite: Das vermenschlichte Federvieh: Mal als Oktoberfestgänger auf einer Rautenmuster-Schießscheibe von Beastiestylez mit Maßkrug, Brezeln, “Welcome to Baveria”-Herzerl um den Hals und Haxe in der Hand, Menschenhaxe, Rollentausch perfekt. Mal im Comic-Style mit Batman-Sprechblasen kokett als Model für Unterwäsche von Schießer, H&M und anderen Marken werbend. So setzt es Philip Stähle in Szene, vom dem gestern auch ein Indien-Video zu sehen war. Einen Gesamteindruck der Ausstellung vermittelt die Website wunderkammerichauch. Zu sehen ist sie noch zwei Tage, d.h. bis zum 12.2.2008, wochentags jeweils 16 bis 19 Uhr in der Galerie der Hochschul-Fakultät Gestaltung, Friedberger Straße 2.




2 Kommentare zu “Wunderwelt Federvieh”